Was ist Mondioring?

Mondioring

Um es kurz zu sagen…manchmal ein einziges Kopfzerbrechen. So würde ich, seit ich aktiv einen Hund darin ausbilde, diese Sportart zumindest aus Sicht des Hundeführers beschreiben. „Vorderhand oder Hinterhand bei den Positionen?“, „Wo soll mein Hund beim Helfer transportieren?“, „Läuft mein Hund links oder rechts?“. Beim Mondioring gibt es nicht den einen richtigen Weg, um zum Ziel zu kommen, sondern eine Vielzahl von Möglichkeiten, eine Übung aufzubauen. Und genau das ist das, was mich an diesem neuen Sport so reizt.

Als Grundlage für die internationale und vom FCI anerkannte Sportart Mondioring dienen verschiedene Elemente aus dem Ringsport aus Frankreich und Belgien. Anders als im IGP beißt der Hund nicht in einen Schutzärmel, sondern in einen Vollschutzanzug – ob ins Bein oder in den Arm ist hierbei Entscheidung des Hundeführers (bzw. des Hundes 😜). Die Aufgaben einer Prüfung lassen sich unterteilen in die Bereiche „Unterordnung“, „Sprünge“ und „Schutzdienst“ und sind – das ist eines meiner persönlichen Highlights dieses Sportes – auf jeder Prüfung je nach Thema unterschiedlich gestaltet. So kann es schon mal sein, dass der Hundeführer während einem Wettkampf zum Motto „Jahrmarkt“ an einer Gewinnspiel-Drehscheibe dreht, bei der nächsten Prüfung die Angel auswirft oder der Apportiergegenstand ein nasser Schwamm ist. Diese Vielfältigkeit bedeutet natürlich für den Hundeführer und seinen vierbeinigen Teampartner bei jeder Prüfung eine neue Herausforderung, der sie sich gemeinsam stellen müssen.

Mondioring
Das Beißen ins Bein ermöglicht dem Hund eine angenehme, schonende Position.

Da so eine Prüfung je nach Kategorie (man startet in der 1 und kann sich mit zwei bestandenen Prüfungen bis in die 3 hocharbeiten) schon mal gute 45 Minuten dauert, sind natürlich auch starke Nerven eines Hundes von Vorteil, damit er diese umfangreiche Arbeit meistern kann. Außerdem „spielen“ Mensch und Hund nicht auf einem leeren Platz, sondern oft wimmelt es nur vor Zuschauern am Zaun oder helfenden Händen auf dem Platz – ein gutes Sozialverhalten ist also ebenfalls eine Voraussetzung für diesen Hundesport. Ein im Aggressionsbereich gearbeiteter Hund hätte hier so seine Probleme.

Mondioring
Mondioring ist Teamarbeit

Mein Weg zum Mondioring

Zu Beginn meiner Hundesport-Karriere als 12-jähriges Mädel war ich mit meiner damaligen Berner Sennen-Mix-Hündin vor allem im Turnierhundesport unterwegs und alles, was mit Schutzdienst zu tun hatte, war für mich Neuland und als Kind einfach etwas unheimlich. Hunde, die einfach den Helfer beißen, waren nichts für mich. Ein paar Jahre musste ich altern, um festzustellen, dass Schutzdienst richtig gemacht, total cool sein kann. Also habe ich mit Keeva vor ein paar Jahren bei guten Freunden und einem sehr sehr guten Helfer das erste Mal IGP ausprobiert – und das Früchtchen hatte ordentlich Spaß dabei! Danke an Kris und Dirk (übrigens auch zwei ganz tolle Working Tervueren-Züchter) für dieses prägende Training.

IGP
Unsere Anfänge im Schutzdienst

Ein paar Wochen später ging es für mich zum ersten Mal auf die FMBB – die Weltmeisterschaft der Belgischen Schäferhunde, um dort im Bikejöring zu starten. Doch nicht nur Zughundesport, sondern auch IGP-, Agility-, Obedience- und Mondioring- Wettkämpfe wurden dort ausgetragen. Und so konnte ich die Ringsportart erstmals live sehen – davor hatte ich nur davon gehört – und war sehr begeistert von dieser Vielfältigkeit und den tollen Hunden, die in diesem Sport geführt wurden.

Mondioring
Die Helfer arbeiten mit einem Klapperstock und Accessoires – aber zu keiner Zeit wird dem Hund Schmerz hinzugefügt.

Wieder daheim angekommen war ich immer noch begeistert von dieser tollen Veranstaltung und den vielen Eindrücken und musste unbedingt wissen, wo ich Mondioring in meiner Gegend betreiben konnte. So lernte ich Nina, den Tervueren Tay und ihre Trainingsgruppe kennen und konnte mit Keeva erste Erfahrungen sammeln, schon einiges mit ihr ausprobieren und den Sport kennenlernen. Mit ihr stand vor allem der Spaß im Vordergrund, denn Keevys Nerven würden keine Prüfung erlauben und uns als Team vermutlich eher schaden als nützen. Capo hingegen ist mit dem Wunsch, einen tollen Mondio-Teampartner zu haben, bei mir eingezogen und bisher sieht es sehr gut aus, dass wir uns auch irgendwann einer Prüfung stellen können. Es macht einfach super viel Spaß, diese vielfältigen Elemente zu trainieren, tolle neue Leute kennenzulernen und immer wieder etwas Neues zu lernen. Mittlerweile trainiere ich beim HSV Schwaigern und bin gespannt, wie sich mein schwarzes, verrücktes Monster entwickelt. 😊

Quelle zu den Mondioring-Informationen: Mondioring Germany

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